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Somatic Experiencing mit Arthur Munyer

Somatic Experiencing® Supervision in Deutschland – Arthur Munyer (Schwarzwald)

polychartGerm

Somatic Experiencing® unterstützt dich dabei, körperliche Stressreaktionen bewusster wahrzunehmen und neue Erfahrungen von innerer Orientierung zu entdecken.

In einem achtsamen Rahmen kannst du lernen, die Signale deines Nervensystems besser zu verstehen und deine Fähigkeit zur Selbstregulation zu stärken.

Diese sanfte, körperorientierte Begleitung lädt dich ein, Spannungsmuster zu erforschen und mehr innere Stabilität sowie Lebensqualität zu entwickeln.

Rahmen: Körperarbeit & Supervision/Coaching – keine Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes, keine Psychotherapie.

Somatic Experiencing

Begib dich auf eine Reise, die dich mit deiner inneren Stärke und Gelassenheit verbindet.

Was ist Somatic Experiencing®?

Somatic Experiencing® (SE) ist ein achtsamkeitsbasierter, körperorientierter Ansatz im Umgang mit stress- und belastungsbezogenen Erfahrungen, entwickelt von Dr. Peter A. Levine.

SE beschreibt, dass intensiv erlebte Erfahrungen sich im Nervensystem widerspiegeln können und die natürliche Selbstregulation beeinflussen.

Das Besondere an Somatic Experiencing® ist der ganzheitliche Zugang, bei dem sowohl Körperwahrnehmung als auch innere Orientierung einbezogen werden. Anstatt sich ausschließlich auf das Geschehen oder rein psychologische Aspekte zu konzentrieren, richtet SE die Aufmerksamkeit auf körperliche Empfindungen und nervensystemische Reaktionen, die mit diesen Erfahrungen verbunden sein können.

Durch diese achtsame Herangehensweise kann ein differenzierteres Wahrnehmen innerer Prozesse entstehen und das Erleben von Flexibilität, Stabilität und innerer Balance gefördert werden.

Durch behutsame und achtsame Aufmerksamkeit auf körperliche Empfindungen kann ein bewussterer Zugang zu inneren Spannungszuständen entstehen. In einem dosierten und sicheren Rahmen wird die Wahrnehmung eigener Regulationsprozesse angeregt und begleitet.

Viele Menschen suchen SE-orientierte Begleitung im Zusammenhang mit anhaltendem Stress, innerer Anspannung oder herausfordernden Lebensereignissen. Der Ansatz stellt Körperwahrnehmung und Selbstregulation in den Mittelpunkt und kann dazu beitragen, ein differenzierteres Erleben von Stabilität, Orientierung und innerer Balance zu entwickeln.

SE versteht sich nicht als medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, sondern als ressourcenorientierte Begleitung im Rahmen von Körperarbeit & Supervision/Coaching. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilbehandlungen durchgeführt

Entdecke die Kraft von Somatic Experiencing® –
Dr. Peter A. Levine im Gespräch

In diesem Interview spricht Dr. Peter A. Levine, der Begründer von Somatic Experiencing®, über die Arbeitsweise dieses Ansatzes im Umgang mit überwältigenden oder belastenden Erfahrungen. Er erläutert, wie intensive Erlebnisse Körper und Nervensystem in Zuständen von Erstarrung oder anhaltender Alarmbereitschaft beeinflussen können – als würde ein Überlebensimpuls nicht vollständig abgeschlossen werden.

Dr. Levine beschreibt anschaulich die natürlichen Mechanismen, die wilde Tiere nutzen, um Stresszyklen zu vervollständigen, und wie sich diese Prinzipien achtsam auf das eigene Erleben übertragen lassen. Dabei geht es darum, festgehaltene Reaktionsmuster bewusster wahrzunehmen und dem Nervensystem Raum für mehr Selbstregulation und Orientierung zu geben.

Das Gespräch vermittelt ein vertieftes Verständnis dafür, wie Somatic Experiencing® Menschen dabei begleiten kann, belastende Erfahrungen achtsam zu verarbeiten und mehr Spielraum, Balance und innere Verbundenheit im Alltag zu entwickeln.

Dieses Interview bietet wertvolle Einblicke für alle, die die Grundlagen von Somatic Experiencing® besser verstehen möchten. Schau es dir an und entdecke, wie achtsame Körperwahrnehmung zu mehr innerer Stabilität und Lebendigkeit beitragen kann. 🌿

„Trauma ist eine Tatsache des Lebens.
Es muss jedoch keine lebenslange Verurteilung sein.“

— Dr. Peter A. Levine
Begründer von Somatic Experiencing®

"In Somatic Experiencing lernen wir, dass unser Körper nicht nur die Spuren unserer Vergangenheit trägt, sondern auch den Schlüssel zu unserer Heilung."

Arthur Munyer

"Somatic Experiencing ist wie das Stimmen eines Instruments. Wir bringen den Körper wieder in seinen natürlichen Rhythmus und seine Harmonie zurück."


Arthur Munyer

Traumabewältigung duch Berührung

Die Entstehungsgeschichte
von Somatic Experiencing®

Die Entstehung eines körperorientierten Ansatzes

Dr. Peter A. Levines Weg zur Entwicklung von Somatic Experiencing® begann in den 1970er Jahren im Rahmen seiner interdisziplinären Studien in Medizin und Psychologie. Entscheidenden Einfluss hatten seine Beobachtungen von Tieren in freier Wildbahn. Er stellte fest, dass Tiere trotz wiederholter Bedrohungssituationen selten länger anhaltende Stressreaktionen zeigen, da sie über natürliche Mechanismen verfügen, um Spannungszustände wieder abzubauen.

Diese Beobachtungen führten zu jahrzehntelanger theoretischer Auseinandersetzung und praktischer Tätigkeit im Bereich stress- und belastungsbezogener Erfahrungen. Levine verband Perspektiven aus Biologie, Neurowissenschaften und körperorientierten Traditionen zu einem Ansatz, der den Körper und die bewusste Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellt.

Somatic Experiencing® wurde 1996 offiziell vorgestellt und hat sich seither international verbreitet. Heute wird der Ansatz in vielen Ländern gelehrt und in Ausbildungsprogrammen vermittelt. Viele Anwender:innen berichten, dass SE ihnen neue Zugänge zu Körperwahrnehmung und Selbstregulation im Alltag eröffnet hat.

Dieses Zitat verdeutlicht eine zentrale Perspektive von Levines Ansatz: Trauma wird nicht ausschließlich als psychologisches Geschehen verstanden, sondern auch im Zusammenhang mit dem Nervensystem und der körperlichen Selbstregulation betrachtet.

Seine Vision war es, einen Zugang aufzuzeigen, wie Menschen ihre angeborenen Ressourcen zur Regulation und Integration bewusster wahrnehmen und nutzen können.

Levines Arbeit hat die körperorientierte Auseinandersetzung mit Stress international beeinflusst und das Verständnis von Resilienz und Selbstregulation weiterentwickelt.

Somatic Experiencing® steht für einen Perspektivwechsel, der die Rolle des Körpers in Entwicklungs- und Integrationsprozessen betont und neue Perspektiven auf innere Balance und Verbundenheit eröffnet.

„Trauma ist nicht das, was uns passiert, sondern das, was wir in uns festhalten, wenn wir nicht über die Mittel verfügen, es zu verarbeiten.“

Dr. Peter A. Levine

Jede Berührung ist ein Dialog.
Jede Sitzung eine Einladung, die Weisheit deines Körpers bewusster wahrzunehmen und neue Erfahrungen zu entdecken.

In einem Raum achtsamer Präsenz kann sich ein Gefühl von mehr innerem Einklang entfalten.
Dabei entsteht die Möglichkeit, gewohnte Spannungs- und Reaktionsmuster behutsam zu erforschen und neue Erfahrungen im eigenen Tempo zuzulassen.

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Arthur Munyer und Peter A. Levine – eine fachliche Verbindung

Arthurs Weg in der somatisch orientierten Begleitung kreuzte sich im Rahmen seiner fachlichen Ausbildung mit dem von Dr. Peter A. Levine, dem Begründer von Somatic Experiencing® (SE). Diese Begegnung wurde zu einem wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung seiner eigenen Arbeitsweise und leitete eine Phase vertiefter Integration in seiner Körperarbeit & Supervision ein.

Von 2006 bis 2009 absolvierte Arthur die dreijährige Ausbildung in Somatic Experiencing® und wurde 2009 als Somatic Experiencing® Practitioner (SEP) zertifiziert. In den darauffolgenden Jahren vertiefte er sein Verständnis durch weitere Fortbildungen und Workshops, unter anderem zu Themen wie Zwerchfellarbeit, Polyvagal-System und körperorientierter Regulation.

Die Auseinandersetzung mit SE bedeutete für Arthur nicht nur das Erlernen einer Methode, sondern eine Erweiterung seiner fachlichen Perspektive. Mit seinem langjährigen Hintergrund in verschiedenen Formen der Körperarbeit begann er, zentrale Prinzipien von Somatic Experiencing® in seine eigene Praxis zu integrieren.

Insbesondere das differenzierte Verständnis von Selbstregulation und nervensystemischer Dynamik bereicherte seinen Ansatz. Es unterstützte ihn dabei, ressourcenorientiert, achtsam und orientierungsgebend mit Klient:innen zu arbeiten – mit einem klaren Fokus auf Präsenz, innere Balance und Verbundenheit.

Inspiriert durch Somatic Experiencing® und getragen von jahrzehntelanger Praxiserfahrung entwickelte Arthur im Laufe der Jahre seine eigenen Ansätze: Green Touch Bodywork® und Neural Somatic Integration® (NSI).

Diese Methoden greifen zentrale SE-Prinzipien auf und verbinden sie mit seiner gewachsenen, körperorientierten Arbeitsweise sowie einem ressourcenorientierten Verständnis von Selbstregulation.

In seiner Begleitung berücksichtigt Arthur sowohl physiologische als auch emotionale Aspekte von stress- und belastungsbezogenen Erfahrungen. Er versteht den Körper als ein lebendiges System, in dem Empfindungen, Wahrnehmung und innere Prozesse miteinander verbunden sind.

Dieser integrative Ansatz eröffnet einen achtsamen Zugang zu verschiedenen Ebenen des Erlebens – stets im Rahmen von Körperarbeit & Supervision/Coaching.

Eine besondere Qualität seiner Arbeit liegt in der individuellen Ausrichtung jeder Sitzung. Auf Basis langjähriger Erfahrung und differenzierter Wahrnehmung körperlicher Signale gestaltet Arthur die Begleitung flexibel und angepasst an Anliegen, Tempo und Ressourcen des jeweiligen Menschen.

So entsteht ein persönlicher Erfahrungsraum mit Fokus auf Orientierung, Selbstregulation und innere Balance.

In einer Sitzung verbinden sich die fundierten Grundlagen von Somatic Experiencing® mit Arthurs eigener, erfahrungsbasierter Körperarbeit. Diese Synthese versteht sich als ressourcenorientierte, nicht-medizinische Begleitung, die Präsenz, Verbundenheit und ein bewussteres Körpererleben unterstützt.

Vorteile von Somatic Experiencing®

Somatic Experiencing® (SE) ist ein körperorientierter Ansatz, der den bewussten Umgang mit Stress und belastenden Erfahrungen unterstützt. Im Mittelpunkt steht die achtsame Wahrnehmung von Körperempfindungen sowie die Förderung der natürlichen Selbstregulation des Nervensystems.

Mögliche unterstützende Aspekte von SE:

Ganzheitliche Perspektive
SE bezieht körperliche und emotionale Prozesse gleichermaßen ein und kann ein differenziertes Verständnis des eigenen Erlebens fördern.

Sanfte, ressourcenorientierte Vorgehensweise
Die Arbeit orientiert sich am individuellen Tempo und legt Wert auf Sicherheit und Stabilität.

Stärkung von Resilienz
SE kann dazu beitragen, innere Ressourcen bewusster wahrzunehmen und den Umgang mit Stress flexibler zu gestalten.

Förderung von Selbstregulation
Durch die Arbeit mit Körperwahrnehmung kann die Fähigkeit unterstützt werden, Spannungszustände frühzeitig wahrzunehmen.

Vertiefung des Körperbewusstseins
Die Methode fördert eine achtsame Verbindung zwischen Körper und innerer Erfahrung.

Ergänzende Begleitung
SE kann im Rahmen von Körperarbeit & Supervision/Coaching angeboten werden und begleitend zu medizinischer oder psychotherapeutischer Behandlung stattfinden. Es ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.

Somatic Experiencing mit Arthur Munyer

Häufig gestellte Fragen zum Thema Somatic Experiencing

Was ist Somatic Experiencing®?

Somatic Experiencing® (SE) ist ein achtsamkeitsbasierter, körperorientierter Ansatz im Umgang mit Stress- und belastungsbezogenen Erfahrungen. Entwickelt von Dr. Peter A. Levine, geht SE davon aus, dass sich Stressreaktionen auch im Körper widerspiegeln können.
 

Im Mittelpunkt steht die bewusste Wahrnehmung von Körperempfindungen, Atem und innerer Orientierung. Dadurch kann die Fähigkeit zur Selbstregulation unterstützt und ein Gefühl von Stabilität und innerer Balance gefördert werden.
 

SE versteht sich nicht als medizinische Behandlung, sondern als ressourcenorientierte Begleitung, die Körperwahrnehmung, Orientierung und Selbstregulation stärkt – achtsam und nicht therapeutisch im heilkundlichen Sinne.
 

Wie läuft eine Somatic Experiencing®-Sitzung ab?

Eine SE-orientierte Sitzung beginnt in der Regel mit einem kurzen Check-in zu deinem aktuellen Befinden. Anschließend wirst du eingeladen, deine Aufmerksamkeit achtsam auf Körperempfindungen zu richten.

Durch einladende Fragen und ruhige Begleitung kannst du feine Veränderungen wahrnehmen – etwa Wärme oder Kühle, Kribbeln, kleine Bewegungsimpulse oder Veränderungen im Atem.

In einem sicheren Rahmen erforschst du diese Empfindungen in deinem eigenen Tempo. Pausen zur Orientierung – zum Beispiel durch bewusstes Schauen im Raum, Spüren des Bodenkontakts oder achtsames Atmen – unterstützen dabei Stabilität und Präsenz.

Im Mittelpunkt steht die Stärkung von Ressourcen und die Unterstützung der Selbstregulation des Nervensystems.

Rahmen: Körperarbeit & Supervision/Coaching – keine Heilkunde, keine Psychotherapie.

Wo wird Trauma im Körper gespeichert?

Wie sich belastende Erfahrungen im Körper zeigen können
Intensiv erlebte oder belastende Erfahrungen können sich im körperlichen Erleben widerspiegeln. Manche Menschen berichten von folgenden Mustern:

Nervensystem
Phasen erhöhter Wachsamkeit oder innerer Unruhe – gelegentlich auch Erschöpfung, Schreckhaftigkeit oder veränderter Schlaf.

Muskulatur
Anspannungs- oder Haltemuster, die als Druck oder Unbehagen wahrgenommen werden können.

Atmung & Verdauung
Flachere Atmung, Engegefühl oder Magen-/Darm-Reaktionen in Stresssituationen.

Bindegewebe / Faszien
Gefühl von Festigkeit oder eingeschränkter Beweglichkeit im Körper.

SE-orientiertes Arbeiten lädt dazu ein, solche Empfindungen achtsam wahrzunehmen und schrittweise mehr Orientierung und Stabilität zu entwickeln. Dabei stehen Ressourcen, Dosierung und Selbstregulation im Mittelpunkt – beispielsweise durch bewusste Pausen, Orientierung im Raum oder feine Atemwahrnehmung.

Es handelt sich um eine begleitende, nicht-medizinische Arbeit. Ziel ist es, mehr Spielraum, innere Balance und Verbundenheit im eigenen Erleben zu fördern.
 

Wie lange dauert eine SE-Supervision?

Die Dauer einer SE-orientierten Begleitung ist individuell und richtet sich nach deinem Anliegen, deinem Tempo und dem Verlauf des Prozesses. Manche Menschen berichten bereits nach wenigen Terminen von neuen Impulsen oder Veränderungen in ihrer Wahrnehmung, andere entscheiden sich für eine längerfristige Begleitung.
 

Typische Abstände sind beispielsweise wöchentliche oder 14-tägige Termine. Rhythmus und Umfang vereinbaren wir gemeinsam und passen sie bei Bedarf an.
 

Im Mittelpunkt steht eine stimmige Dosierung, die Ressourcen stärkt und die Selbstregulation unterstützt.
 

Hinweis:
Körperarbeit & Supervision/Coaching – keine Heilkunde, keine Psychotherapie.
Für medizinische oder psychotherapeutische Behandlung wende dich bitte an approbierte Fachpersonen

Ist Somatic Experiencing® für alle Arten von Traumata geeignet?

Für wen SE-orientierte Begleitung hilfreich sein kann


SE-orientiertes Arbeiten kann für manche Menschen im Umgang mit belastenden – auch traumabezogenen – Erfahrungen hilfreich sein, z. B. nach Unfällen, Gewalterfahrungen oder schwierigen Kindheitserlebnissen. Viele nutzen den Ansatz bei einmaligen Ereignissen, andere auch bei länger andauernden Belastungen.

SE kann begleitend zu anderen medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlungen eingesetzt werden – insbesondere bei schweren psychischen Problemen sollte die Einschätzung durch approbierte Fachpersonen erfolgen.

Rahmen: Körperarbeit & Supervision/Coaching – keine Heilkunde, keine Psychotherapie.
Bei akuter Krise oder Verdacht auf eine psychische oder medizinische Erkrankung wende dich bitte an zugelassene Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen.

Was unterscheidet SE von gesprächs- oder verhaltensorientierten Ansätzen?

SE unterscheidet sich in einigen Punkten von gesprächs- oder verhaltensorientierten Ansätzen. Im Mittelpunkt steht die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers und der momentanen Empfindungen. Es ist nicht erforderlich, belastende Ereignisse im Detail zu schildern. Stattdessen richtet sich die Aufmerksamkeit auf körperliche Signale und innere Prozesse.

Die Vorgehensweise ist achtsam und ressourcenorientiert. Ziel ist es, das eigene Erleben besser wahrzunehmen und die Fähigkeit zur Selbstregulation zu stärken. Der Ansatz geht davon aus, dass Menschen über natürliche Regulationsfähigkeiten verfügen, die bewusster wahrgenommen und unterstützt werden können. Die begleitende Person schafft hierfür einen sicheren und strukturierten Rahmen.

Kann ich Somatic Experiencing® selbst praktizieren?

Somatic Experiencing® wird in der Regel von entsprechend ausgebildeten Fachpersonen angeleitet. Gleichzeitig gibt es einzelne Elemente – wie achtsame Körperwahrnehmung, bewusste Atembeobachtung oder einfache Bewegungsimpulse –, die sich auch im Alltag integrieren lassen und das eigene Wohlbefinden unterstützen können.

Im Rahmen einer SE-informierten Begleitung können solche Übungen erklärt und so vermittelt werden, dass du sie eigenständig und achtsam zu Hause anwenden kannst.

Wichtig ist jedoch: Selbstübungen ersetzen keine professionelle Begleitung – insbesondere nicht bei intensiven oder komplexen Belastungen. In solchen Fällen kann eine qualifizierte medizinische oder psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.

Wie wirkt Somatic Experiencing® bei chronischem Stress?

Somatic Experiencing® kann Menschen im Umgang mit chronischem Stress unterstützend begleiten. Der Ansatz lädt dazu ein, körperliche Stresssignale bewusster wahrzunehmen und besser zu verstehen.

Durch achtsame Arbeit mit Körperempfindungen und Atem kann die Fähigkeit zur Selbstregulation gestärkt werden. Ziel ist es, Anspannungszustände früher zu erkennen und schrittweise mehr innere Stabilität zu entwickeln.

In wiederholten Sitzungen berichten viele Menschen von einem differenzierteren Umgang mit Stress und einer verbesserten Wahrnehmung eigener Bedürfnisse. Dies kann dazu beitragen, im Alltag gelassener zu reagieren und sich insgesamt ausgeglichener zu erleben.

Was sind die Anzeichen für die Freisetzung von Trauma?

Wenn sich im Rahmen von Somatic Experiencing® innere Spannungszustände verändern, kann dies auf unterschiedliche Weise wahrnehmbar sein. Manche Menschen berichten von Wärme, Kribbeln oder einem vertieften Atem. Andere nehmen ein Gefühl von Erleichterung, Weite oder mehr innerem Raum wahr.

Gelegentlich können spontane Bewegungsimpulse, tiefere Atemzüge oder emotionale Reaktionen wie Lachen oder Weinen auftreten. Solche Reaktionen werden als natürliche Ausdrucksformen des Nervensystems verstanden.

Diese Erfahrungen sind individuell sehr unterschiedlich und können von Sitzung zu Sitzung variieren. In der Begleitung wird darauf geachtet, dass Veränderungen achtsam, dosiert und im eigenen Tempo geschehen.

Ist Somatic Experiencing® auch für Kinder geeignet?

SE-orientierte Ansätze können grundsätzlich auch mit Kindern angewendet werden, sofern sie altersgerecht und entsprechend angepasst sind. In der Begleitung werden häufig spielerische oder kreative Elemente genutzt, die der Entwicklungsstufe des Kindes entsprechen.

Kinder reagieren oft sensibel auf körperorientierte Zugänge, da ihr Erleben stark mit Bewegung, Ausdruck und Körperwahrnehmung verbunden ist. Eine SE-informierte Begleitung kann darauf abzielen, Orientierung, Stabilität und Selbstregulation zu unterstützen.

Wichtig ist, dass die begleitende Fachperson über entsprechende Erfahrung in der Arbeit mit Kindern verfügt. In der Regel werden auch Eltern oder Bezugspersonen einbezogen, um das Kind im Alltag unterstützend zu begleiten.


Bei psychischen oder medizinischen Auffälligkeiten sollte eine Abklärung durch approbierte Fachpersonen erfolgen.

Wie oft sollten Somatic Experiencing Sitzungen stattfinden?

Die Häufigkeit der Sitzungen hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Umständen ab. Zu Beginn der Supervision ist es oft sinnvoll, wöchentlich oder 14-tägig zu arbeiten. So bleibt genügend Kontinuität, um an deinen Themen dranzubleiben.
Mit der Zeit können die Abstände größer werden. Manche Menschen kommen auch nach einer intensiveren Phase gelegentlich zu Auffrischungssitzungen.
Die begleitende Person (Supervision) stimmt den Rhythmus mit dir ab. Wichtig ist, dass zwischen den Terminen genug Raum für Reflexion und Integration bleibt – und zugleich ausreichend Regelmäßigkeit, um den Faden zu halten.
Hinweis: Körperarbeit & Supervision/Coaching – keine Heilkunde, keine Psychotherapie.

Kann Somatic Experiencing® mit anderen Therapieformen kombiniert werden?

SE-orientierte Begleitung kann grundsätzlich ergänzend zu anderen medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlungen genutzt werden. Während gesprächsbasierte oder verhaltensorientierte Verfahren häufig mit Gedanken, Emotionen oder Verhaltensmustern arbeiten, richtet SE den Fokus stärker auf Körperwahrnehmung und Selbstregulation.

Eine solche Kombination kann für manche Menschen sinnvoll sein, da unterschiedliche Ebenen des Erlebens berücksichtigt werden.

Wichtig ist eine transparente Kommunikation zwischen den beteiligten Fachpersonen, sofern mehrere Behandlungen parallel stattfinden. Wenn du bereits in medizinischer oder psychotherapeutischer Behandlung bist, empfiehlt es sich, dies im Vorfeld anzusprechen.

Rahmen: Körperarbeit & Supervision/Coaching – keine Heilkunde, keine Psychotherapie.
SE ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.

Wie finde ich eine/n qualifizierte/n Somatic-Experiencing®-Anbieter:in?

Um eine qualifizierte SE-Anbieter:in zu finden, kannst du verschiedene Wege nutzen. Eine hilfreiche Anlaufstelle ist die offizielle Website der Somatic Experiencing®-Organisation in deinem Land. Dort sind in der Regel ausgebildete Practitioner gelistet.

Auch Empfehlungen von Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen oder vertrauenswürdigen Personen können hilfreich sein.

Achte darauf, dass die Person eine anerkannte Ausbildung in Somatic Experiencing® absolviert hat und transparent über ihren beruflichen Hintergrund informiert. Ein unverbindliches Vorgespräch kann dir helfen herauszufinden, ob die Arbeitsweise und die persönliche Atmosphäre für dich stimmig sind.

Es ist sinnvoll, nach Ausbildung, Erfahrung und Rahmenbedingungen zu fragen. Entscheidend ist, dass du dich gut informiert fühlst und Vertrauen in die Zusammenarbeit entwickeln kannst.

Was kann ich zwischen den Somatic-Experiencing®-Sitzungen tun, um Selbstregulation und Integration zu unterstützen?

Zwischen den Sitzungen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Selbstwahrnehmung und Selbstregulation im Alltag achtsam zu stärken:

Alltag bewusst wahrnehmen
Im Tagesverlauf immer wieder kurz innehalten und Körperempfindungen bemerken – zum Beispiel Atmung, Haltung oder Muskeltonus.

Kleine Übungssequenzen
Atem- oder Wahrnehmungsübungen aus den Sitzungen in kurzer, dosierter Form wiederholen (z. B. 2–5 Minuten).

Rhythmus und Stabilität pflegen
Ausreichender Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten und sanfte Bewegung oder Spaziergänge können unterstützend wirken.

Frühzeitig pausieren
Bei Anzeichen von Stress bewusst Orientierung im Raum suchen, das Ausatmen verlängern oder kurze Mikro-Pausen einlegen.

 

Ressourcen notieren
Ein kleines Tagebuch mit 1–3 Stichpunkten pro Tag zu Momenten von Ruhe, Stabilität oder Freude führen.

Freude und Natur einbeziehen
Aktiv Zeiten für wohltuende Aktivitäten einplanen – etwa Musik, Natur oder Kontakt mit vertrauten Menschen.

Bei Fragen oder Unsicherheiten kann eine Rückmeldung zwischen den Terminen sinnvoll sein, damit Tempo und Dosierung gemeinsam angepasst werden können.

Rahmen: Körperarbeit & Supervision/Coaching – keine Heilkunde, keine Psychotherapie.

„Somatic Experiencing® wirkt wie ein sanfter Strom, der innere Spannungen in Bewegung bringt und Raum für natürliche Lebendigkeit entstehen lässt.“
 
 

Somatic Experiencing® eröffnet dir einen achtsamen Weg, die Weisheit deines Körpers bewusster wahrzunehmen und mit Spannungsmustern behutsam umzugehen. Es kann eine Einladung sein, mehr innere Ruhe, Resilienz und Lebendigkeit zu entwickeln.

Möchtest du deinem Körper aufmerksamer zuhören und deine Selbstregulation stärken?
Gerne erkunden wir gemeinsam, wie eine SE-informierte Begleitung dich im Umgang mit Stress- und belastungsbezogenen Erfahrungen unterstützen kann – für mehr Orientierung, Balance und Verbundenheit im Alltag.

Wenn du neugierig geworden bist, vereinbare gern ein unverbindliches Erstgespräch und erfahre, ob dieser Ansatz für dich passend sein könnte.

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